Bölkow-Junior

Bölkow-Junior

Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte der in den USA lebende Schwede
Björn Andreasson den Prototypen dieses Metall-Zweisitzer unter dem Namen
BA-7. Damals wurde der Flieger noch durch einen 75 PS Continental A-75
Motor angetrieben. Der Erstflug fand am 10. Oktober 1958 statt.

In Serienproduktion ging der Flieger, nach einigen
Weiterentwicklungen, jedoch dann in Schweden durch den Hersteller AB
Malmo Flygindustri unter dem Namen MFI-9 Junior. Er erhielt unter
anderem ein größeres Cockpit und den leistungsfähigeren Motor
Continental O-200, ein 4-Zylinder Boxermotor mit 100 PS.
Bölkow
Apparatebau in Laupheim übernahm eine Lizenz und produzierte zwischen
1963 und 1971. 210 Flugzeuge, die dort unter dem Namen Bölkow Bo 208
Junior firmierten. Dieses Flugzeug ermöglichte vielen Piloten in
Deutschland die nach dem Krieg wieder ermöglichte Privatfliegerei.
Die MFI-9 fand auch militarische Verwendung: Im nigerianischen
Unabhängigkeitskrieg (1967-70) wurde die MFI-9B auf Seite des nach
Unabhängigkeit strebenden Biafra mit Raketenwerfern bestückt und als
Kampfflugzeug eingesetzt. (Biafra Baby)
Die Schwedische Luftwaffe testete diesen Flieger ebenfalls für die Verwendung als Schulflugzeug in der Luftwaffe.
Technische Daten:
Spannweite: 7,43 m
Länge: 5,85 m
Höhe: 2,00 m
Leergewicht: 340 kg
Max. Startgewicht: 575 kg
Höchstgeschwindigkeit: 236 km/h
Reichweite: 800 km

Triebwerk:
ein 4-Zylinder Continental O-200 Boxermotor 100 PS Leistung

Baujahr: 1965
Werknummer: 550